Umgang mit Schimmel

Das städtische Gesundheitsamt hat folgende Tipps veröffentlicht

  • Waren Räume zuvor trocken und bildet sich nach dem Unwetter dort jetzt ein erster Film, können diese auch betreten werden, um aufzuräumen und sie dann zu trocknen. Wer auf der sicheren Seite sein will, trägt Mundschutz und Handschuhe. Letztere empfehlen sich ohnehin bei der Arbeit. Vorsicht ist unbedingt geboten, bei Räumen, die schon vor dem Unwetter feucht oder gar vom Schimmel befallen waren. Hier potenziert sich das Gesundheitsrisiko. Deshalb sollten nur Fachleute dort hinein. Je nach Schimmelart und Baumaterialien sind die notwendigen Maßnahmen so unterschiedlich, dass keine allgemeinen Empfehlungen gegeben werden können. Wer unsicher ist, sollte den Raum meiden und sich erst den Rat der Fachleute holen.
  • Schimmelentferner und Desinfektionsmittel sind nicht angeraten, sie sind eher selbst gesundheitsschädlich als nützlich.
  • Nach dem Aufräumen ist Trocknen oberstes Gebot. Damit durchnässte Wände gut trocknen können, sollte die Luft gut zirkulieren können. Alle Gegenstände, die noch feucht sind, sollten raus aus dem Raum und separat getrocknet werden. Geht das nicht, sollte man sie wenigstens von der Wand abrücken und möglichst hochstellen.
  • Lüften macht nur Sinn, wenn die feuchte Luft auch raus kann. Dazu muss es draußen kälter und trockener sein als drinnen. Das ist bei der derzeitigen Wetterlage selbst nachts nicht immer gegeben. Sicherheit verschaffen Thermo-Hygrometer, die es für 13 bis 20 Euro im Handel gibt. Eins im Raum, eins draußen und man weiß, ob es hilft, Türen und Fenster zu öffnen. Wer falsch lüftet, macht die Lage nur noch schlimmer.
  • Am effektivsten ist der Einsatz von elektrischen Bautrocknern. Sie entziehen der Luft die überschüssige Feuchtigkeit. Granulat-Entfeuchter sind in der jetzigen Ausnahmesituation nicht leistungsstark genug.
  • Ventilatoren sind eine sinnvolle Ergänzung zum Bautrockner bei großen Räumen oder um die Effizienz zu steigern. Achtung: Der Ventilator wälzt die Luft nur um. Setzt man ihn ohne einen Trockner ein, gilt auch hier: Zum Austausch der feuchten Luft gegen trockenere muss es beim Lüften draußen kälter und damit trockener sein als drinnen. Sonst kondensiert die warme Außenluft an kalten-feuchten Wänden.
  • Neuer Putz und neue Farbe dürfen erst wieder auf die Wände, wenn sie nachweislich komplett trocken sind. Kalkputze und Silikatfarben haben sich in Bereichen bewährt, die feuchtigkeitsgefährdet sind (z. B. Keller).

 

Beratung: Städtische Umweltberatung im Stadtwerke CityShop (Salzstraße 21, Tel. 02 51/4 92-67 67, Montag: 15 – 20 Uhr, Dienstag bis Donnerstag: 10 – 13 Uhr und an jedem 3. Samstag im Monat: 11 – 17 Uhr). “Zur Vermeidung von Schimmelwachstum: Richtig Trocknen und Lüften” (PDF, 45 kB)

Quelle: Stadt Münster